Bürkliplatz Feilschstudie

Es riecht nach Frühling, Latte Macchiato und Seetang. Bereits am frühen Morgen herrscht eine lockere Geschäftigkeit welche mir ein Schmunzeln abgewinnt.

In der farbenfrohen Menschenmasse und zwischen improvisierten Marktständen des Bürkliflohmi fühle ich mich wohl.

Der samstägliche Morgenbesuch am Bürkli zwischen Mai und Oktober ist Teil meines Wochenend-Rituals für andauernd gute Laune. Etwas Apartes zu finden ist nicht das wesentliche Ziel. Vielmehr höre ich den andern zu, bei ihren Gesprächen und beobachte interessiert ihre Feilsch Methoden.

Ich werde meistens fündig, insbesondere in den Anfangswochen nach dem Dornröschenschlaf. Es scheint fast so, als würden sich die Keller und Estriche über die Wintermonate prall füllen. Angepriesen wird alles – beginnend bei uralten Quartettkarten über gut erhaltene Seidentücher bis hin zu kostbarem Porzellan.

Aber aufgepasst, die besten und preisgünstigsten Stände sind solche, die nicht regelmäßig verkaufen und meist improvisiert und unordentlich wirken. Hier lohnt sich extensives Stöbern und ein Second Look. Ich beginne deshalb meine Tour de Bürkli rund um den Geiserbrunnen aus dem Jahr 1911.



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