Frühling am Kanzlei

Die Flohmi Zeit ist nun definitiv angebrochen. Bei sonnigem Wetter und fast 20 Grad zog es Menschenmassen an den Kanzleiflohmarkt. Und auch heute gab es einiges zu beobachten, horchen, stöbern und riechen.

Hier die Klänge einer Handorgel, gespielt von einer uralten Mamma mit zwei Zentimeter dickem Brillenglas, grauer Bonnie Mütze und trendy violettem Trenchcoat, welche mit Inbrunst und gefühlvoller Mimik ein Ständchen zum Besten gab. Dabei zogen die Rumänen vor lauter Staunen ihre Bäuche nicht mehr ein und ließen die Kinnladen voller Sehnsucht hängen.

Da der langbärtige Mann aus dem nahen Osten der den beiden älteren Asiaten mit Seitenscheitel und einer gehörigen Portion Pomade zur Begrüßung ein freundliches Ni Hao zuruft. Hinter der Spielbaracke verhökert eine Frau mit ihrer Tochter Kleidungsstücke zu einem Stutz. Und vor dem Kanzleigebäude lockt ein Mann aus dem Balkan und viel Goldschmuck ums Handgelenk zum Velokauf.

Es ist ein Sammelsurium an unterschiedlichsten Menschen diverser Herkunft, ein kulturelles Durcheinander, ein Zusammentreffen von Generationen – ein Potpourri an Eindrücken. Der Flohmarkt wird immer gleich bleiben, untersteht keinem Trend, keiner Mode und ist zeitlos.

Meine Einkaufshighlights von heute: Ein roter Ledergürtel mit goldener Schnalle, ein farbiges Sommer Seidentuch, eine schwarze Clutch, eine Trachtenbluse mit Handstickereien, ein rotes Leder Portemonnaie und ein Buch Band aus dem Jahr 1965 über die Philippinen. Ich bin gerüstet für den Lenz!



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