Jozi – Maputo

Der Flug Zürich-Johannesburg war weniger spektakulär und wir amüsierten uns über die freundlichen älteren Südafrikanern, welche ausgefallene Übungen zur Verhinderung von Rückensteife ausprobierten.

In Johannesburg angekommen fanden wir uns nach nur 5 Stunden bei der Thrifty Autovermietung und final funktionierendem Navi auf südafrikanischen Autobahnen Richtung Komatiepoort und Maputo wieder und waren glücklich, denn unser gemeinschaftliches Credo lautete: Der Weg ist das Ziel.
Kurz vor Mitternacht war es dann soweit und wir näherten uns einem Hügel, welcher zwei Gebäude beherbergte. In Windeseile stand auch schon ein Anweiser mit neongelber Weste bereit und bot seine Dienste an, wofür er dann grosszügig entschädigt wurde (Anm. d. Red.: Man braucht 2 Stempel, einen für die Ausreise aus Südafrika und einen für die Einreise nach Mosambik. Bei Autoverleih ist der Crossborder Betrag für das Fahrzeug bereits bezahlt. Einzig Zeit und Geduld beim Anstehen ist gefordert und ein selbstsicheres Auftreten, damit man sich nicht von den neongelben Männchen irritieren lässt).
Dennoch, das mosambikanische Grenzgebäude war der erste Kontakt mit diesem uns völlig unbekannten Land, gefüllt mit schwarzen Menschen in farbigen Kleidern und kunstvollen Frisuren. Der Geräuschpegel war hoch und der Raum gefüllt vom Klang der Stimmen, dem hin- und her huschen neongelb gekleideter Männchen, dem monotonen Stempeln von Pässen und dem Rotieren von altersschwachen Ventilatoren.
Die Weiterfahrt war dann geprägt von der afrikanischen Nacht, dem schwarz im schwarz, begleitet von Gerüchen, die uns an Schalenkartoffeln und Raclette denken liessen. Dieser Kartoffelgeruch hat uns auf unserer Reise durch Mosambik und Südafrika immer wieder begleitet.



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