The deep blue

Tauchen bedeutet für mich Abtauchen in Ruhe und Schwerelosigkeit und vor allem Eintauchen in einen eigenen Mikrokosmos.

Wasser war schon immer ein Element, das mich stark faszinierte. Im Wasser und insbesondere unter Wasser fühle ich mich sicher und geborgen. Wasser hält mich davon ab, mich zu sehr zu beeilen und unter Wasser gilt die Kommunikation der gesprochenen Worte nicht.

Der Unterwasser Kosmos untersteht eigenen Gesetzen. Kleinere Fische überleben im Schwarm und bewegen sich gleichläufig, um eine grosse Masse vorzutäuschen und allfällige Räuber zu verwirren. Kleine Putzerfische oder -garnelen entfernen Schmarotzer und andere unbequeme Mikrogäste auf grösseren Fischen und werden umgekehrt von diesen verschont.
Der Clownfisch lebt symbiotisch in der Seeanemone, deren Tentakel für andere Fische giftig sind. Dafür agiert er im Gegenzug schon mal frech und angriffig, wenn man der Anemone zu nahe kommt. Auch das Artenpaar Partnergrundel und Knallkrebs lebt symbiotisch. Der Krebs sorgt für das Unterwasserschlupfloch und die Grundel bewacht den Eingang und bei Gefahr ziehen sich beide in die gemeinsame Höhle zurück.
Nacktschnecken sind meist leuchtend farbig und man könnte meinen, dass die Natur ihnen nicht gut gesinnt war. Jedoch wirkt die leuchtende Farbe auf andere Fische abschreckend und giftig, analog zu den leuchtenden Giftfröschen im Urwald. Der Schaukelfisch bedient sich einer anderen Methode, indem er sich mit der Unterwasserfauna mitbewegt und in der Strömung schaukelt, als wäre er ein Algenblatt.



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